Laser League angespielt: Wird das der nächste Multiplayer-Knaller?

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Kommt der neue eSport-Hit von den Machern von „Olli Olli“ und „Not A Hero“? „Laser League“ von Roll 7 überzeugt in der Proberunde mit knackigen Mehrspielergefechten in schicken Neon-Arenen!

Das britische Entwicklerteam Roll 7 ist kein unbeschriebenes Blatt. In den vergangenen Jahren machte sich das Studio beispielsweise durch die Indie-Hits „Olli Olli“ und „Not a Hero“ einen guten Namen. Mit „Laser League“ wagen sich die Briten nun an ihr erstes Multiplayer-Spiel. Noch besser: Der futuristische Action-Titel könnte sich sogar neben „Rocket League“ im eSport-Sektor einreihen.

Nachdem sich die PC-Version des kompetitiven Mehrspielerspektakels bereits seit längerer Zeit im Steam Early Access befindet, steht die PS4-Variante nun ebenfalls kurz vor der Fertigstellung. Bereits am 10. Mai kommt „Laser League“ für PC, Xbox One und Playstation 4 heraus. Und alle Sportfans dürfen sich auf eine etwas andere Spielerfahrung freuen.

Laser League (3)

Was ist „Laser League“?

Auf den ersten Blick erinnert das Spiel an die Arenakämpfe aus dem Filmklassiker „TRON“. Kein Wunder, baut „Laser League“ doch auf einem ganz ähnlich minimalistischen Neonstil wie die Vorlage auf. Spielerisch jedoch setzt Roll 7 eigene Akzente. Ihr zockt wahlweise im Modus 2-vs-2, 3-vs-3 oder 4-vs-4. Ziel jeder Runde ist es, die gegnerische Mannschaft auszuschalten.

Launige Laser-Schlachten für Multiplayer-Freunde

Was sich einfach anhört, ist in der Praxis ein spannender Mix aus Geschicklichkeit, Teamwork und Taktik. Auf jeder der Karten müsst ihr nämlich Knotenpunkte aktivieren, die dann wiederum in euren Farben markierte, rotierende Laserwände einschalten. Rennt dort ein Mitglied der gegnerischen Mannschaft hinein, geht dieser zu Boden und muss auf Unterstützung eines Kameraden hoffen.

Laser League - Bild 3

Klassenkampf

Grundsätzlich verfügen die maximal acht Spieler über keinerlei Bewaffnung. Immer wieder sprintet ihr also Seite an Seite mit der Konkurrenz durch die Areale und könnte nichts gegen euren Widersacher ausrichten. Die notwendige Würze bringen schließlich die sechs Charakterklassen in die Matches. Roll 7 balanciert die Talente der virtuellen Sportler perfekt gegeneinander aus.

Kontrolliert ihr eine Figur der Blade-Klasse, verfügt ihr über einen Klingenangriff. Doch diese Attacke birgt ein großes Risiko in sich. Die eigene Spielfigur hechtet dann nämlich nach vorne und wenn man nicht aufpasst, katapultiert man sich selbst in eine der Absperrungen. Zwischen Sieg und Niederlage liegen oftmals nur wenige Millimeter. Praktischer und weniger gefährlich fällt die Shock-Klasse aus, mit der ihr euren Gegenspieler kurzerhand betäubt. Der Thief dagegen erobert vom Gegner eingenommene Knotenpunkte zurück und die Smash-Klasse schleudert Kontrahenten durch die Arena. Hinzu kommen der unsichtbare Ghost und der sich teleportierende Snipe.

In der Hands-On erwiesen sich die Klassen als sehr variabel. Zugleich greifen sie nahtlos ineinander und vor allem macht oftmals die Mischung der Teams den Unterschied. Nur selten waren beispielsweise drei Blades eine perfekte Kombination.

Laser League - Bild 1

Neon-Reklame mit Substanz

Aber wie spielt sich „Laser League“ jetzt eigentlich? Die Antwort: Ausgezeichnet. In der Proberunde finden wir sehr schnell den Einstieg in den Neonschlachten und liefern uns spannende Duelle mit anderen Anfängern. Doch die Lernkurve ist steil und so finden wir etwa fix heraus, dass nicht nur Taktik und Absprachen, aber vor allem auch Schnelligkeit gefordert ist. Bleiben wir in der Arena stehen, kesselt uns das gegnerische Team nur allzu schnell ein. Selbst wenn wir nur einige Trainingsmatches mit der Computer-KI bestreiten, bringt uns diese schon an den Rand der Verzweiflung.

„Laser League“ mag einfach aussehen, erzeugt jedoch sehr schnell einen hohen Wettkampfcharakter. Egal, ob gemeinsam auf der Couch oder online – Das Spiel entfacht eine ungemeine Dynamik. Jede Treffer ärgerte uns und jeder gelungene Takedown rief einen Freudenschrei hervor. „Laser League“ ist eines dieser Spiele, die schnell erlernt, aber schwer zu meistern sind.

Damit das Spielerlebnis immer frisch bleibt, gibt es insgesamt drei Stadien mit 12 verschiedenen Layouts: Der in London angelegte Empire Campus etwa bietet im Nine Club ausreichend Raum für Kämpfe, als Gauntlet wird es dagegen sehr schnell eng. Eine besondere Herausforderung stellt das Beherrschen der 16 Powerups dar: Mit Drain saugt ihr eurem Gegenüber kurzerhand die Special-Energie aus, mit Speed Up beschleunigt ihr die Rotation der Fallen. Zudem gibt es für jede Spielklasse noch zwei Charaktermodifikatoren, die zusätzliche Würze ins Spiel bringen. Für ausreichend Abwechslung scheint also gesorgt und das einfache, aber dennoch fordernde Spielprinzip sollte ein Garant für launige Multiplayer-Duelle sein.

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Einschätzung: sehr gut

Für Science-Fiction-Fans ist „Laser League“ natürlich ein gefundenes Fressen. Schon beim ersten Starten erinnert das Spiel an die Neon-Welten eines „TRON“, bringt dann aber Elemente aus verschiedensten Genres mit ein. Die Gefechte im Neon-Labyrinth starten flott und gefällig, doch mutieren alsbald zu hektischen und dennoch taktisch fordernden Spielzügen. Inmitten von Laserschranken und umher wuselnden Mit- und Gegenspielern die Übersicht zu behalten, fällt nicht leicht und sorgt immer wieder für packende Momente. Insbesondere die Klassen, Powerups und Anpassungsmöglichkeiten dürften langfristig für Abwechslung sorgen. „Laser League“ hat – ähnlich wie „Rocket League“ - das Potenzial zum Mehrspieler-Hit und bereits die Reviews der veröffentlichten Steam Early-Access-Version sprechen eine deutliche Sprache: „Laser League“ macht Spaß und davon könnt ihr euch ab dem 10. Mai 2018 persönlich überzeugen.

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